Anthony Rolfe Johnson CBE (* 5. November 1940 in Tackley, Oxfordshire; † 21. Juli 2010 in London) war ein britischer Tenor.
Anthony Rolfe Johnson studierte an der
Guildhall School of Music and Drama London bei Ellis Keeler und Vera Rosza. Nachdem er sein Studium beendet hatte, wurde er schon bald mit dem
Eva Turner Bursary-Preis ausgezeichnet. Weiterhin erhielt er den
John Christie-Preis.
Der Sänger konzertierte mit den renommiertesten Orchestern Europas und gab Gastspiele an den führenden Opernhäusern. Er arbeitete mit Dirigenten wie
Georg Solti,
Mstislaw Rostropowitsch,
Carlo Maria Giulini,
Antal Doráti,
Bernard Haitink,
Colin Davis,
Nikolaus Harnoncourt sowie
John Eliot Gardiner zusammen.
Sein internationales Operndebüt gab Rolfe Johnson als
Fenton in
Giuseppe Verdis
Falstaff beim Glyndebourne Festival in Südengland. Seine spezielle Stimme erlaubte ihm ein breites Repertoire, so war er in den Titelpartien in
Claudio Monteverdis Opern gleichsam wie in
Johann Sebastian Bachs geistlichem Werk zuhause, interpretierte die Opern von
Georg Friedrich Händel,
Wolfgang Amadeus Mozart und
Joseph Haydn und war ein gefeierter Darsteller in den Werken von
Benjamin Britten. Seine spezielle Hingabe galt aber auch dem deutschen und englischen Liedgut.
Anlässlich der
Queen’s Birthday Honours im Jahr 1992 wurde Rolfe Johnson zum Commander des Order of the British Empire (CBE) ernannt.
Anthony Rolfe Johnson war Gründungsmitglied von
Graham Johnsons
The Songmaker’s Almanac.